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View Full Version : Tags für Ortschaften und Gemeinden (speziell "is_in" & "place" Tag)



Kietob
27.04.2010, 22:19
Hallo!
Ich habe mich in den vergangenen Tagen intensiv mit Ortschaften und deren Tags beschäftigt. Mir fiel z.B. auf, dass auf der OSM Karte sehr häufig der Ortsname 2 Mal erscheint. Ursache hierfür ist häufig, dass es einmal den Ortsnamen im Ortstag (also nur speziell ein Punkt, in JOSM als grünes etwas angezeigt) gibt und zusätzlich noch in der residential area, die um den Ort herumgezogen wurde. Ich halte zweiteres für überflüssig und bin der Meinung, eine residential area sollte a) keinerlei place Tag haben und b) nur dann einen Namen erhalten wenn gerade diese Wohngegend des Ortes einen besonderen Namen hat.
OpenGeoDB befüllt ebenfalls übrigens nur Ortspunkte mit den Daten - nicht aber residential areas.
Außerdem hat das Verwenden des Ortspunktes den Vorteil, dass man speziell festlegen kann, wo sich der Ortskern befindet. Dies dürfte insbesondere für's Routing von Interesse sein.
Darüber hinaus fehlt mitunter das is_in Tag im Ortspunkt. Ich denke, auch dies ist relevant für die korrekte Ortssuche. So ist es möglich, einen Ort eindeutig einer Gemeinde oder einem Landkreis oder eben einem Bundesland zuzuordnen. Infos hierzu gibt es unter jedem Gemeindenamen in Wikipedia (gleich rechts am Rand).
Auch das Place Tag sollte sinnvoll gewählt werden. So hab ich schon Städte gesehen, die als hamlet (zu deutsch Weiler) getaggt waren und im Gegensatz dazu gibt es winzige Ortschaften die als town markiert sind. Im OSM WIKI gibt es hierzu eine gute Info Seite wie das Place Tag verwendet werden sollte:
http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Place
Die Einwohnerzahl bekommt man ebenfalls relativ leicht über Wikipedia.

Ein korrektes Ortstag hat somit nach meiner Auffassung folgende Tags:
place =
name =
is_in =
vielleicht noch postal_code =
Darüber hinaus sollte eine residential area markiert sein - aber eben OHNE place,name,is_in

Ich hoffe hiermit mal einen kurzen Einblick in das Ortstagging gegeben zu haben und hoffe auf Kritik oder Anregungen zu meinen Gedanken. Seht ihr das ähnlich? Mach ich einen Denkfehler? Bin da offen...

Beste Grüße
Tobias

BBO
28.04.2010, 14:12
Mir fiel z.B. auf, dass auf der OSM Karte sehr häufig der Ortsname 2 Mal erscheint.

Dafür können wir Editoren nichts. Wir mappen nicht für Renderer ;)


Ich halte zweiteres für überflüssig

Warum?

Woher weißt du wie weit eine Stadt oder ein Ortsteil geht?

MfG BBO

Kietob
28.04.2010, 14:32
Achtung, ich habe nicht gesagt, dass die residential area nicht notwendig sei. Im Gegenteil, diese ist ein Muss. Schon allein um festzulegen, in welchem Bereich die Ortsstraßen sind und natürlich - wie du schon erwähnst - um den Ortsrand zu bestimmen. Allerdings halte ich es für überflüssig, der residential area NOCHMAL ein Name Tag UND ein place Tag zu geben. Dazu gibt's das place Tag (als einzelner Punkt) im Ortskern. Jede residential area ist demnach einem Namen zugeordnet.

Dass der Renderer den Namen mit in die Karte bringt ist auch nachvollziehbar, denn es gibt durchaus Sonderfälle in denen es sinnvoll ist, residential areas ein name tag zu geben. Zum Besipiel wenn eine Siedlung einen bestimmten Namen hat (z.B. Heimstetten Siedlung - wie es dutzende in Deutschland gibt). Demnach ist meine Meinung, dass wir als Editoren in der Pflicht sind zwischen notwendiger Information und reduntanter Information zu unterscheiden. :-)
Grüße, Tobi

BBO
28.04.2010, 14:55
Also ich hole mal weiter aus:
Das Hauptproblem ist das Orts- und Ortsteilgrenzen bisher selten gesetzt sind. Die Lösung Ortsgrenze irgendwie setzen halte ich für nicht gut. Hier wäre auch meiner Meinung nach eine der Grenzen des von mir genannten Leitsatzes "Wir mappen nicht für Renderer". Einer Karte die ich das erste mal sehen würde die Ortsgrenzen enthält die so nicht stimmen würde ich niemals Vertrauen. Ob da nun zweimal der Ortsname steht wäre mir hingegen relativ Schnurz.
Deshalb habe ich es bisher wie folgt gehandhabt: eine große residential Fläche mit dem Ortsnamen daran, darin weitere kleinere.

Grund mit Beispiel:

Ein Straßendorf L mit den Ortsteilen A und B die direkt aneinander liegen. Die Ortsteile haben weiterhin eigene Wohngebiete.

Wenn man die Straße entlang fährt ergibt sich also folgende Struktur:

Straßendorf L
Ortsteil A
Wohngebiet A
Wohngebiet B
Wohngebiet C
Ortsteil B
Wohngebiet D
Wohngebiet E

Straßendorf L und Ortsteil B Punkt befindet sich in Wohngebiet D; Ortsteil A Punkt in Wohngebiet B.

Woher soll man nun wissen zu welcher residential area was gehört? Ortsteil B Punkt bedindet sich in Wohngebiet D, Wohngebiet E gehört aber auch zu Ortsteil B. Verstehst du was ich meine?

Ich lasse mich gern von einer anderen Lösung überzeugen. Halte diese mit den "Vielschichtigen" residentials sinnvoller als Wild irgendwelche Grenzen einzuzeichnen. Bebautes Land lässt sich wesentlich besser abschätzen als Grenzen.

MfG BBO